Rezension
Von Ben Wendel kennt man die Lust am Experiment und die Freude an ungewöhnlichen Partnerschaften – dieses Album ist allerdings selbst für seine Verhältnisse außergewöhnlich. Anders gesagt: Wieviele Alben kennen Sie mit vier Vibraphonisten? Mit Patricia Brennan, Joel Ross, Simon Moullier und Juan Diego Villalobos sind vier Koryphäen des Instruments zugegen, gelegentlich auch auf dessen Vorfahren Marimba und Balafon zu hören. Die gleichzeitig perkussiven wie schwebenden Klänge fließen ineinander, und manchmal mag man vielleicht an Steve Reichs "Drumming" denken, aber zumeist entsteht etwas völlig Eigenes. Vor allem dann, wenn Wendel selbst dazu improvisiert: Sein Saxophonspiel wirkt wie eine Tanzperformance zu den seltsamen Klängen dieses außergewöhnlichen Quartetts. Die Stille nach dem letzten Stück wirkt unwirklich, als wäre man abrupt von einer Welt in eine andere gestoßen worden… (2026)





