Rezension
Die Art, wie sich aus fremdartigen Harmonien nach etwa 90 Sekunden "Over The Rainbow" herausschält, ist der erste, aber nicht der letzte große Moment auf dem ersten reinen Solo-Album seit dem Debüt des Pianisten und Komponisten. Immer wieder überrascht in Bernewitz' Kompositionen (der Großteil der Musik hier stammt von ihm selbst; "Rainbow" ist eine der wenigen Ausnahmen) das Zusammendenken von Avantgarde und zarter Poesie. Man könnte das vielleicht als ein Update des "fortgeschrittenen" Impressionismus eines Eric Satie sehen; sehr schön und treffend hat es Bernewitz' Freund und Förderer Michael Wollny beschrieben: "Ein hypnotisches, bereits mit dem ersten Klang fesselndes Album – kompositorische Architekturen entstehen und vergehen, Akkordtürme schmelzen zu kristallinen Melodieflüssen." (2026)






