Rezension
Das zweite offizielle Album der String Band bestätigte deren überragende Qualität. Uralte Folk-Traditionals wie "Cocaine Habit" klingen wie eben aus dem Ei gepellt, eigene Songs (zum Teil wieder gemeinsam mit David Rawlings geschrieben – Gillian Welchs Ehemann hatte auch schon das Debüt produziert) wirken wie vertraute Standards, als seien sie immer schon da gewesen. Zeit ist eine Kategorie, die zu dieser Band einfach nicht paßt. Was sie zwei Jahre zuvor zu einer der Speerspitzen des Bluegrass-Revivals gemacht hatte, griff hier nicht weniger: Perfekte Instrumentbeherrschung, spürbare Spielfreude und ein herrlich lässiger Groove. Plus natürlich die Stimmen – nicht nur die Leadvocals von Willie Watson und Ketch Secor, sondern auch die perfekt sitzenden Harmonies. Klingt wie aus dem Handgelenk geschüttelt, ist aber große Kunst! – Erstmals auf Vinyl. (2006/2026)






