Rezension
Die drei Sessions von 1949/50 markieren wie keine andere Aufnahme jener Zeit den Übergang vom Bebop zum Cool Jazz. Wie man das beschreibt? Daran sind schon andere gescheitert. Mit Tempi hat es nichts zu tun, mit kleinen Besetzungen schon gar nicht (schließlich sind hier neun Leute beschäftigt; fast eine Big Band!). Es hat eher mit der Art und Weise des Spiels zu tun: Der "Streßfaktor" des Bebop ist weg, selbst Up-Tempo-Nummern wie der Opener "Move" klingen vergleichsweise leicht, oder eben: Cool. Im Zweifelsfall höre man sich einfach an, was Miles hier mit u.a. Kai Winding, J.J. Johnson, Lee Konitz, Gerry Mulligan, Gunther Schuller, Kenny Clarke und Max Roach aufgenommen hat – erstmals mit Arrangements des genialen Gil Evans. Das ist und bleibt die beste Definition zum Thema… – HQ-Sonderveröffentlichung der Tone Poet-Reihe: Tip-On-Klappcover, Kevin Gray-Mastering und RTI-Pressung! (1957/2026)






