Rezension
Nein, hinter dem martialischen Moniker steht keine Metal- oder Stoner-Combo, sondern der Country-Weirdo Terry Allen, 82 – und zwar mit seiner ganzen Familie, Ehefrau Jo Harvey, Söhnen und Enkeln, nebst alten Freunden wie Charlie und Will Sexton, Pedal Steele-Meister Lloyd Maines und Richard Bowden. Sie alle für dieses herrlich schräge (und dabei doch voller poetischer Momente steckenden) Familienalbum zusammenzubekommen, sei, so Terry, eine Aufgabe gewesen, so schwierig "wie Kakerlaken hüten". Nachdem es geschafft war, entwickelte das Projekt aber schnell ein Eigenleben – die Sessions waren so ergiebig, daß ein Doppelalbum unvermeidlich wurde. Dieses ist definitiv unkonventionell und manchmal skurril, aber unbedingt liebenswert und durchhörbar, mit großem Vergnügen sogar. Sicher nicht das Ideal der amerikanischen Familie, das die aktuelle US-Regierung propagieren würde, aber auf jeden Fall erstrebenswerter. (2026)




