Rezension
"Aufrichtigkeit" ist vermutlich die beste Möglichkeit, Chris O'Leary mit einem Wort zu beschreiben, sein Spiel auf der Harmonika ebenso wie seine Texte. Und der Blues, den er liebt, seit ihn sein Vater als Kind an Muddy Waters heranführte, ist auch ein halbes Jahrhundert später sein ideales Sprachrohr. Seit Jahren zählt O'Leary zu den größten Meistern der Blues Harp, er spielte mit u.a. Levon Helm, den Fabulous Thunderbirds, Hubert Sunlin, Albert Lee, Jeff Healey und James Cotton. Für einen Musiker seines Ranges ist seine eigene Diskographie kurz, dieses zweite Album für Alligator ist erst sein insgesamt viertes. O'Leary gibt sich unprätentiös und direkt wie stets – er will nichts beweisen und nichts neu erfinden, gerade das macht seine Alben ja zu Roots-Juwelen. Ein ganz besonderes ist "One More Cup Of Coffee", in dem seine Harp auf die herrliche Slide von Lil' Ed Williams trifft! – Blaues Vinyl. (2026)




