Rezension
Nach einigen Alben für Telarc arbeitete Eric Bibb hier wieder mit dem Opus 3-Label zusammen: Dessen Chef Jan-Eric Persson hatte nämlich angefragt, ob Bibb nicht ein rein akustisches Solo-Werk für Opus 3 aufnehmen wollte und dabei offene Türen eingerannt. Denn Bibb hatte schon länger ein Album im Sinn gehabt mit jenen alten Songs, die er einst im New York der 50er und frühen 60er seinen Vater Leon Bibb hatte singen hören. Nun, mit 60, schien ihm der Zeitpunkt gekommen. "Goin' Down The Road Feelin' Bad" macht den Anfang, es folgen weitere Basis-Songs des American Songbook: "John Henry", "Take This Hammer", "Cocaine Blues", "Candy Man", "Sittin' On Top Of The World"; allesamt von Bibb hier mit spürbarer Liebe und Respekt interpretiert. Die letzten vier Songs dieses wahrscheinlich schönsten Akustik-Blues-Albums seines Jahrgangs stammen dann von Bibb selbst und wurden mit kleiner Band eingespielt. Einen Bruch zu den vorangegangenen zehn bedeuten sie nicht… (2011, Pressung aktuell)






