Rezension
Mit Bassist Ben Street und Drummer Billy Hart hatte der Pianist anno 2015 für ECM eine der schönsten Klaviertrio-Alben ("Find The Way") der jüngeren Geschichte aufgenommen (man wartet immer noch auf Vinyl!). Hier findet diese Traumband endlich wieder zusammen, nun zum Quartett erweitert durch Saxophonist Ben Solomon. Jener sollte durch dieses Album seinen Geheimtip-Status wohl endgültig verlieren, denn er ist der (nicht sehr) heimliche Held dieses Album. Auf welchem Parks (alle Kompositionen stammen von ihm), der bekanntlich auch jederzeit mit Indie Rock und Club-Grooves spielen kann, sich mal wieder mehr an der Vergangenheit orientiert: Man denkt an Wynton Kelly, an Ellington, oft an Bill Evans oder an Keith Jarretts Standards-Trio. Nur: so lyrisch der Ansatz, so wenig würde man die Musik hier zu irgendeinem Zeitpunkt als "nostalgisch" bezeichnen wollen. Auch hier gelingt es Parks ganz mühelos, die Gegenwart mit der Tradition zu verbinden, und er hat genau die richtige Band dafür: Street und Hart haben sich als Idealpartner ja bereits etabliert, doch Solomon ist es mit seinem sanften, warmen Tenor-Ton nicht weniger! Dessen Debüt als Leader ist nach diesem wunderbaren Kammerjazz-Statement nun endlich überfällig. (2025)





