Rezension
Es trennten sie nur zehn Jahre, doch dadurch waren sie im Grunde Vertreter unterschiedlicher Welten: Benny Carter war in der Swing-Ära groß geworden, Gillespie stand für Bebop. Mithin keine ganz selbstverständliche Partnerschaft für ein Quasi-Duo-Album, wenn auch mit voll besetzter Rhythmusgruppe aus Tommy Flanagan am Klavier, Joe Pass und den bewährten Dizzy-Partnern Al McKibbon und Mickey Roker an Bass und Schlagzeug. Norman Granz lag aber wieder einmal richtig mit der Idee dieses gemeinsamen Albums, die beiden Veteranen verstehen sich ausgezeichnet – die Chemie stimmt im energetischen "Broadway" ebenso wie in der herrlichen Adaption von "Nobody Knows The Trouble I Have Seen". Hörbar Spaß hat das ganze Ensemble auch in der abschließenden Version des Gillespie-Klassikers "A Night In Tunisia"! – HQ-Reissue, gemastert von Matthew Lutthans. (1976/2026)






