Rezension
Die Stielvielfalt ist groß und zeigt einmal mehr, daß dem indonesischen Klavierwunder keinerlei Grenzen gesetzt sind, aber zumindest in den Solo-Stücken verbeugt sich der nun 23jährige tief vor einem seiner Vorbilder – Keith Jarrett. Seine eigene Sprache findet er (wie stets) dabei trotzdem. Sein Trio aus Bassist Kris Funn und Drummer Jonathan Barber erweitert Alexander mehrfach, dreimal um Saxophonist Jaleel Shaw, je einmal um die Sängerinnen Lisa Fischer bzw. Alita Moses – Erstere Grammy-prämierte Veteranin, von Moses hingegen wünscht man sich schon länger ein erstes eigenes Album. Die Souveränität des optisch immer noch so jungenhaft wirkenden Pianisten verblüfft immer noch, zumal auch sein Talent als Komponist inzwischen in voller Blüte steht. Schier unendlich scheint sein Wissen um die Jazz-Vergangenheit zu sein; neben Jarrett kann man u.a. Verweise auf Corea, Hancock oder Evans hören – stets kreativ, um nicht zu sagen verspielt, Nachahmerei hatte Alexander schon nicht mehr nötig, als er mit elf Jahren sein Debüt aufnahm… (2026)





