Rezension
Als diese Aufnahme erschien (1981), war der da schon legendäre Cellist in der letzten Zeit vor allem als Dirigent in Erscheinung getreten. Die mitreißende Emotionalität, die er hier an den Tag legte (und von der sich Martha Argerich sicherlich gerne anstecken ließ), wurde von einem zeitgenössischen Kritiker (Robert Anderson in The Musical Times) damals als "Ungeduld" gedeutet. Mag sein – auf jeden Fall hatte "Slava" hörbar große Freude daran, den Taktstock wieder gegen den Bogen zu tauschen! Insbesondere die Chopin-Sonate, einem der wesentlichen romantischen Werke für die Besetzung, gilt auch nach mehreren Jahrzehnten immer noch als Referenz – "unlikely to bettered", wie es ein anderer britischer Kollege formulierte! Und so wundervoll wie in dieser Neuausgabe war Rostropowitschs Celloton wohl selten auf Tonträger erfahrbar! (1981/2025)






