Rezension
Ein spannendes Experiment: Für dieses Album spielte Glasper sechs Stücke analog mit seiner Band (natürlich fabelhaft besetzt mit etwa Walter Smith III, Mike Moreno und Kendrick Scott) ein, stilistisch für seine Verhältnisse erstaunlich eng am klassischen Bop orientiert – und gab die Aufnahme dann einem Produzenten seiner Wahl, der aus Samples des Stücks einen Hip Hop-Track baute. Ziel: Die These zu untermauern, daß beide Gattungen dieselben Wurzeln haben. Was ja eigentlich keine neue Erkenntnis ist, schließlich spielen Samples klassischer Blue Note-LPs seit jeher eine Schlüsselrolle im Hip Hop, aber so deutlich vor Augen geführt (und mit so fabelhaften Ergebnissen) bekommt man das selten. Durchaus geeignet, manchen Kostverächter zu überzeugen…! (2024/2026)






