Rezension
Manche Bands verändern sich nie, manche ständig; und bei manchen macht es einfach Freude, ihrem Reifeprozess beiwohnen zu dürfen. Die Schotten um Norman Blake und Raymond McGinlay gehören da auf jeden Fall dazu. Einen weiten Weg sind sie gegangen seit ihren großen Indie Rock-Klassikern der frühen 90er. Aktuell klingen sie fast wie Crosby, Stills & Nash, mit einem manchmal kaum noch wahrnehmbaren Alternative-Einschlag. Es sind zehn perfekt komponierte Songs, mit herrlichen Gesangsharmonien und Melodien zum Verlieben, Akustikgitarren verschmelzen mit Euros Childs analogen Vintage-Keyboard-Sounds. Immer mal wieder blitzt die Vergangenheit sanft auf, ahnt man, woher die Band kommt. Daß die Band das Format hätte, nach über 35 Jahren immer noch da zu sein, das konnte man zwar schon zu "Bandwagonesque"-Zeiten hoffen – aber mit einem so ausnehmend schönen Spätwerk hätte damals sicherlich niemand gerechnet… (2026)






