Rezension
Soltis Münchner Strauss-Aufnahmen haben besondere historische Bedeutung, führten sie den längst das Chicagoer Orchester leitenden Stardirigenten doch zurück in seine vorübergehende Nachkriegs-Heimat, wo er von 1946 bis 1952 das Orchester der Staatsoper leitete – und dabei auch Richard Strauss kennenlernte; den "Rosenkavalier" führte er in Gegenwart des greisen Komponisten auf. Tatsächlich erinnert die Straffheit (ganz im Gegensatz zu anderen berühmten Aufnahmen, etwa Karajan oder Kempe) an Strauss' eigene Aufnahme aus dem Jahre 1941. Solti ist allerdings glücklicherweise nicht ganz so in Eile, dafür detaillierter. Und sehr, wirklich sehr eindrucksvoll in den großen Bläsermomenten, von denen es ja einige gibt. Die Sturm-Sequenz ist erwartungsgemäß ein besonderes Highlight mit maximalem Vorführ-Potential… Übrigens eine der letzten rein analogen Produktionen bei Decca vor der Umstellung auf digitales Equipment! (1980/2026)






