Rezension
Auf dem bereits dritten Album formuliert das Trio des nun 25jährigen Sachsen seinen ganz und gar originären Ansatz weiter aus. Eindeutig klassifizieren läßt seine Musik sich aber nach wie vor nicht. Immer, wenn man glaubt, man hat ihn (etwa: Aha, das ist eigentlich gar kein Jazz, das ist Prog Rock unplugged!) kommt einem sofort etwas dazwischen, ein völlig eindeutiger Swing-Groove etwa, und wirft alle Schubladen über den Haufen. Für die sich der Pianist und seine Partner an Bass (Josef Zeimetz) und Schlagzeug (Henri Reichmann) natürlich auch kein bißchen interessieren, das haben sie ja schon auf den vorangegangenen Alben klargestellt. Es ergibt noch nicht einmal Sinn, alle Bestandteile zu analysieren, die hier so nahtlos ineinander übergehen, all die Einflüsse aus Pop, Folk, Klassik und den verschiedensten Jazz-"Schulen" zu benennen zu versuchen (ist ohnedies zum Scheitern verurteilt), denn man hat es hier nicht mit einem Mosaik zu tun. Sondern mit etwas gänzlich Eigenem, so wie einst bei e.s.t. oder Polar Bear. Nicht zuletzt immer wieder überraschend: Wie unmittelbar eingängig und entspannt das klingt! (2025)