Enrico Mainardi

Enrico Mainardi, Violoncello (Schumann, Grazioli, Paradis, Gluck, Schubert, Chopin)

Weitere Interpreten:  Michael Raucheisen und Günther Weissenborn, Klavier
Label/AN:  Analogphonic / Deutsche Grammophon, LP43038
Format:  LP 180g, mono

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Rezension

Außerordentlich war nicht nur der wundervolle, "singende" Cello-Ton des gebürtigen Mailänders: Auch seine Karriere verlief ungewöhnlich. Erste Schritte unternahm er bereits als Dreijähriger auf einem Kinder-Instrument, wurde dann aufgrund seines bemerkenswerten Talents von seinem Vater zum Wunderkind ausgebildet und konzertierte mit gewaltigem Erfolg in ganz Europa. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete die Konzertreisen; Mainardi holte in den folgenden vier Jahren nach, was er an Schulbildung verpasst hatte, spielte kaum – und mußte dann feststellen, daß er die als Kind einst intuitiv erlernte Technik verloren hatte. Erst 1924 (mit 27 Jahren und nach einem Studium der Komposition und des Klaviers) beschloß er, das Cellospiel wieder aufzunehmen und lernte das Instrument fast von Grund auf neu – und wurde doch noch zu einem seiner größten Meister im 20. Jahrhundert. Vor allem seine Kammermusik-Aufnahmen genießen bis heute legendären Ruf, Original-LPs (auch diese hier) erzielen meist Höchstbeträge. Die Intensität, die Mainardi auch im Falle von "Zugabenstücken", wie sie auf dieser LP versammelt sind, an den Tag legte, ist freilich auch schier unerreicht: Ein Celloton, der direkt die Seele berührt. Und der auf dieser vorzüglichen Wiederauflage auch mit fabelhafter Natürlichkeit reproduziert wird. (1956/2015, Pressung aktuell)

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