Rezension
Chick Corea war ein wichtiger Mentor und Freund für den Bassisten, der Albumtitel bezieht sich auf die gleichnamige (hier in einer wundervollen Version zu hörenden) Corea-Komposition – und dessen Aussage, daß Musiker ewige Kinder seien, dahingehend, daß sie sich die Neugier eines Kindes bewahrt haben müssen, um kreativ zu sein. Man sieht diese Neugier in den Augen des Fünfjährigen Cohen auf dem Cover; dieses Strahlen liegt immer noch darin, mehr als ein halbes Jahrhundert später. Für diese Rückkehr zum klassischen Trio-Jazz umgab sich Cohen mit deutlich jüngeren Musikern, dem Drummer Eviatar Slivnik (30) und dem erst 22jährigen Klaviertalent Itay Simhovich (von dem man sicherlich noch viel hören wird!), so wie sich einst Art Blakey mit jungen Musikern umgab, um besagte Neugier am Kochen zu halten. Ein Senior ist allerdings auch dabei, als Gastdrummer auf einigen Tracks Slivnik ablösend: Jeff Ballard! Es ist der zweite direkte Corea-Bezug auf diesem wunderbaren Album, das warm und hell strahlt – und somit vielleicht auch als Ganzes als Porträt oder Hommage an den 2021 verstorbenen Freund verstanden werden kann… (2026)






