Rezension
Frauengeführte Bands sind im Progressive Rock auch 2026 immer noch selten. Das junge Trio um die charismatische Sängerin und Keyboarderin Linsey Ward (die weiteren Mitglieder sind Bassist Jonny Knight und Drummer Matt Harrison) ist also schon an sich eine Ausnahmeerscheinung. Allerdings sind sie auch musikalisch ziemlich einzigartig, denn hier fließen einige Richtungen zusammen, die eigentlich nicht besonders gut miteinander können, Alternative und Pop zum Beispiel. Und Exploring Birdsong können auch ernsthaft laut werden. Komplexe Songarchitektur und eingängige Melodien findet man nur selten so selbstverständlich vereint wie hier. Der höchst wandlungsfähigen Ward beim Singen zuzuhören, wäre eigentlich schon Vergnügen genug, aber die vielschichtigen Kompositionen (geschrieben wird konsequent im Trio) lohnen sich auch unabhängig von ihrer stellaren Performance. Nach zwei vielgelobten EPs ist dies nun das mit Spannung erwartete Debüt, auf dem sich die Formation auch gleich als formidable Album-Band erweist – wie es sich für die Gattung gehört! – Grünes Vinyl. (2026)






