Rezension
Kaum ein Jazzmusiker von Rang nahm in jenen Jahren weniger Alben auf als Evans. So war seit "Portrait In Jazz" schon mehr als ein Jahr vergangen, bevor mit "Explorations" der Nachfolger erschien. Dafür waren seine Platten aber auch mit die ausgereiftesten der Zeit, Füllmaterial kam nicht in Frage. Jedem Song liegen ausführliche Überlegungen zugrunde, trotzdem klingt Evans nie "verkopft", sondern läßt eher Assoziationen zum Impressionismus eines Claude Debussy zu. Selbst ein Gassenhauer wie "How Deep Is The Ocean" kann da wie noch nie gehört klingen… So gilt für diese laut Billboard "beste Klavier-Jazz-LP des Jahres 1961" dasselbe wie für alle anderen Alben des Evans-Trios in der Paul Motian / Scott LaFaro-Besetzung: Pflichtrepertoire. – Neupressung der von Kevin Gray und Steve Hoffman gemasterten HQ-Ausgabe. (1962/2004, Pressung aktuell)






