Rezension
Es ist eine echte Wunschband, die sich der Saxophonist da zusammengestellt hat: Der israelische Pianist Yaron Herman, mit dem ihn bereits seit 20 Jahren eine enge Freundschaft verbindet (doch bislang haben es die beiden nur einmal geschafft, gemeinsam ins Studio zu gehen), die australische Bassistin Linda May Han Oh und anstelle eines Drummers Tabla-Meister Branhu Edouard, dessen Spiel Parisien zu Recht mit den Worten beschreibt, es bringe "unsere Musik zum Fliegen". Musik, bei der es nach des Bandleaders Aussage um "Frieden, Poesie, Sanftheit und Liebe" geht, als Gegenpol zum Zustand der Welt – die dabei aber denkbar weit weg ist von jedweder New Age-Banalität. Jenseits von irgendwelcher Sentimentalität fließen hier authentische Gefühle, es ist Musik, die aus echter Versenkung entstand und deren meditativer Charakter daher direkt auf den Hörer wirkt. Eine Wirkung, die durch Parisiens ungewöhnlich weichen und schönen Ton auf dem Sopransaxophon noch verstärkt wird… (2026)




