Georgijs Osokins

For Arvo

Label/AN:  Deutsche Grammophon, 4867673
Format:  2 LP 180g

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Rezension

Kurz vor Ende des Pärt-Jahres 2025 erschien noch dieser ganz besondere Geburtstagsgruß aus dem Nachbarland: Ein reines Klavieralbum mit Pärt-Kompositionen, eingespielt vom lettischen Pianisten Georgijs Osokins. Besonders insofern, als daß es hier einige sehr rare frühe Kompositionen des großen Esten aus den 1950er Jahren zu hören gibt, namentlich die beiden Sonatinen Op.1 und die Partita Op. 2, die einen praktisch unbekannten Pärt porträtieren. Bekanntes gibt es auch, in Form von etwa "Für Alina" (in zwei Versionen, als große Klammern am Anfang und Ende des Albums stehend), das aus demselben Jahr 1976 stammende "Pari Intervallo", "Fratres" oder das "Fragile e conciliante" aus "Lamentate" – außer dem erstgenannten Werk allesamt in neuen Bearbeitungen für Solo-Klavier aus Osokins eigener Hand, mit überraschenden Ergebnissen ("Fratres" mit seinen Streicher-Patterns hätte man kaum für übertragbar gehalten, aber Osokins Lösung des Problems ist so schlüssig wie begeisternd). Um die ihm für Pärts Musik vorschwebende Klangästhetik zu erreichen, wählte Osokins nach langer Suche einen über hundert Jahre alten, obertonreichen Steinway. Das Deutsche Grammophon-Debüt des dreißigjährigen Pianisten ist eine echte Schatzkiste für Pärt-Liebhaber ebenso wie für Klaviermusik-Aficionados – man freut sich auf eine baldige Fortsetzung der Diskographie des bislang vor allem für seine Chopin-Aufnahmen bekannten Pianisten. Bach wäre sicher sehr spannend… oder Debussy…? (2025)

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