Rezension
Fast 15 Jahre liegt das letzte Album der US-Songwriterin mit ihrem bewährten Partner, Gitarrist Phil Wandscher, zurück. In den letzten Jahren war Sykes vor allem als Teil der Indie-Psychedelia-Supergroup (um Dave Alvin) The Third Mind unterwegs gewesen, jetzt fand sie es offenbar an der Zeit, ihren eigenen Weg weiterzuverfolgen. Der ja auch durchaus originär ist: Man hat es schon mit Americana zu tun, aber die Tür zum Dream Pop steht bei Sykes immer offen, und Hope Sandoval ist eine direkte Nachbarin. Mit seinem flirrenden, schwebenden Charakter knüpft "Forever…" eher an das Frühwerk an als an das vergleichsweise rockige letzte Album "Marble Son", wobei Wandschers elektrische Soli den Sound dann immer wieder erden, damit die Sache nicht zu ätherisch wird. Besonders beeindruckend gelingt das in der Schlußnummer "A New Medium". Aber auch der Weg dorthin ist voller Glücksmomente: Die Wartezeit auf das fünfte Album war lang, aber dafür sind Sykes und Wandscher nun auch mit ihrem bislang besten Album zurück. (2025)






