Rezension
Mehr noch als beim Debüt seiner imaginären neuen Band (die auch hier faktisch nur aus ihm selbst besteht) kann man hier hören, wie befreiend (der Titel ist bewußt gewählt) das vorübergehende Ablegen des Dinosaur Jr.-Mantels auf J. Mascis wirkte. Natürlich gibt es auch hier reichlich von seinem marodierenden Gitarrensound, aber gleichzeitig streckte er seine Fühler in unterschiedlichste Richtungen aus, wie er es mit der Band nie gekonnt hätte: Hier ein funkiger Groove, dort akustisches Folk-Songwriting, da zerschredderter Boogie-Rock, dann (im Lärm versteckt) Beach Boys-Reminiszenzen. Bis heute eines der vielseitigsten und unterhaltsamsten Alben in der Gesamt-Diskographie, mit oder ohne Dino! (2002/2026)




