Rezension
Eigentlich braucht man das zweite Funkadelic-Album aus dem Jahre 1970 ja schon allein für den Titel: Einen besseren hat keine Tanzplatte dieser Welt je gehabt. Das ist aber natürlich nicht die einzige Qualität dieses völlig abgedrehten Stücks P-Funk: Keyboard-Genie Bernie Worrell, neben George Clinton treibende Kraft der Band, haut Ideen raus, die man sonst eher im zeitlich parallel verlaufenden Krautrock verortet – bei Funkadelic aber auch noch tanzflächentauglich sind. Und der nicht minder begabte (und ebenso verrückte) Wundergitarrist Eddie Hazel tut Dinge, die sonst nur Hendrix darf. Die zeittypischen, aggressiven Kanalwechsel mögen überholt sein, alles andere ist es ganz gewiß nicht. Hochexplosiver Stoff. Bleibt nur die Frage, was teurer war: Worrells Technik-Gadgets oder die während der Produktion vom gesamten Kollektiv gerauchten, verputzten, geschnieften und sonstwie eingeführten Substanzen… – HQ-Ausgabe, gemastert vom Originalband von Dave Gardner, wahlweise auf 33 oder 45 UPM! (1970/2026)






