Rezension
Man kann beim besten Willen nicht behaupten, daß die aktuelle Weltlage der menschlichen Psyche guttut. Als Künstler kann man darauf mit Ausdrücken von Wut oder Angst reagieren. Oder, wie der 80jährige Bass-Veteran, mit Trost und Ermutigung. Texier wählte aus seinem großen Backkatalog Stücke aus, die, wie er fand, besonders viel positive Energie ausstrahlen, und spielte diese mit seinem neuen generationsübergreifenden Quintett neu ein. Zu jenem gehören Texiers Sohn Sébastien an Altsaxophon und Klarinette, der in Paris lebende US-Trompeter Hermon Mehari, Pianist Emmanuel Borghi und als jüngstes Bandmitgied Drummer Gautier Garrigue; letzterer wird auf drei Tracks von Gast Manu Katché vertreten. Texiers "Healing Songs" haben weder etwas mit New Age noch mit Easy Listening-Jazz zu tun; der überwiegende Teil des Albums ist sogar deutlich Groove-betont. Aber man spürt die Intention der Musiker, die positive Kraft und das warme Licht in dieser Musik. (2025)






