Rezension
Die von Trompeter Frank Gordon und Keyboarder Ken Chaney (zuvor Young-Holt Unlimited) gemeinsam geführte Band war der einzige Act des legendären Black Jazz-Labels, der unter einem Ensemble-Moniker auftrat. Wiewohl Kennern der Jazz-Szene der Ära die Namen der Musiker durchaus geläufig sein können – neben den beiden Bandleadern Saxophonist Ari Brown, Posaunist Steve Galloway, Drummer Arlington Davis und (vermutlich am bekanntesten) Bassist Reggie Willis! Aber es ging dem Ensemble explizit um das gemeinsame Auftreten, der Bandname war dabei natürlich auch eine politische Botschaft: Erweckung! Nachgerade paradigmatisch mithin für die Deep Jazz-Bewegung jener Jahre, die sich direkt an das afro-amerikanische Selbstverständnis richtete. Nicht wenig erinnert dabei an den späten Coltrane oder Pharoah Sanders' Alben der späten 60er: Auch dieser Jazz Entwurf ist von tiefer Spiritualität geprägt. Musikalisch einzigartig ist er allerdings durch Chaneys Klavierspiel, insbesondere am elektrischen Instrument: Wenn etwa in "When Will It Ever End" seine Akkorde wie ein immaterielles, geisterhaftes Skelett des Tracks wirken oder sich mit Willis' Bass zu einem hypnotischen, unentrinnbaren Groove verbinden! – Neupressung auf blau/schwarz.marmoriertem Vinyl. (1972/2026)




