Rezension
Der 2019 nach 30 Jahren Abwesenheit begonnene zweite Frühling der Paisley Underground-Legenden geht weiter! Hymnen verspricht der Albumtitel, doch man erwarte nicht zu viel Pathos: Die Rhythmussektion aus Drummer Greg Sowders und Murry Hammond am Bass (der seit dem Tod von Tom Stevens 2021 auf Tour und meist auch im Studio dessen Platz einnimmt) spielt muskulös und prägnant und wird von Stammproduzent Ed Stasium wieder trocken und prägnant in Szene gesetzt. Byrds-Jangle gibt es zwar auch, aber enger verwandt sind hier vielleicht die (frühen) R.E.M.. Die Betonung bei diesem Country Rock-Entwurf liegt jedenfalls klar auf der zweiten Silbe. Zumindest in der ersten Hälfte, dann wird es tendentiell etwas sanfter. Die Mandoline, die man hier hört, gehört Wyatt Ellis, der ungefähr ein halbes Jahrhundert jünger ist als die Original-Bandmitglieder. Aber Alter ist nur eine Geisteshaltung. Die Schlußnummer ist dann auch eine ganz wunderbare Version von Dylans "Forever Young"! (2026)






