Rezension
Mit einer phantastischen Band aus Altsaxophonist Immanuel Wilkins, Vibraphon-Genie Joel Ross, David Virelles an den Tasten (Flügel oder Rhodes) und Dezron Douglas am Bass führte der Meisterdrummer auf seinem Blue Note-Debüt vor, was über sechs Dekaden nach seiner Glanzzeit im alten Onkel Hard Bop noch an Energie und Potential steckt. Und das ohne jeden Anflug von Nostalgie, denn Blakes Kompositionen (bis auf Douglas' "Shakin' The Biscuits", ein Arrangement des afrikanischen Traditionals "Abiyoyo" und eine erstaunliche Version von Joe Jacksons "Steppin' Out" sind alle Stücke von ihm) mögen ihre Wurzeln in der Vergangenheit haben, doch zeigen sie stets nach vorne! Und man staunt, wie viele neue Ideen – melodischer, harmonischer und rhythmischer Art – auf diesem Boden noch zu ernten sind… – Ein echter Instant-Klassiker, der sträflicherweise bei Erscheinen 2021 nicht mit einer Vinylausgabe bedacht wurde. Für die Wartezeit wird man jetzt immerhin mit einer dem Inhalt angemessenen HQ-Edition entschädigt. (2021/2025)






