Igor Markevitch

Hommage à Diaghilev

Label/AN:  Warner Classics, 9029641943
Format:  3 LP 180g, mono, Box

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Rezension

Zu Beginn seiner Karriere war der russische Dirigent auch als Komponist engagiert (er beendete diesen Teil seines künstlerischen Schaffens nach einer schweren Krankheit im Jahre 1941). Seinen Durchbruch verdankte er dem großen Impresario Sergej Diaghilev, Leiter der legendären “Ballets Russes” in Paris, der wohl wichtigsten Tanztheater-Institution seiner Ära. Diaghilev hatte Markevitch 1929 entdeckt, sogleich eine Komposition in Auftrag gegeben und ihn um die Mitarbeit bei einem Ballett gebeten. Das Projekt wurde zwar durch den überraschenden Tod Diaghilevs im August des Jahres gestoppt, doch Markevitchs Name war nun im Gespräch, fortan zählte auch dieser Exilrusse zu den wichtigen Kräften des Pariser Kulturlebens. Zum 25. Todestag seines Mentors im Jahre 1954 setzte er jenem ein Denkmal, in Form einer edlen (und heute so raren wie gesuchten) Drei-LP-Box mit Ballettmusik vom Spätbarock (Scarlatti) über die Genre-Hauptwerke der Romantik (Tschaikowsky, de Falla, Liadow) bis in die Moderne (Satie, Prokofieff, Strawinsky). Markevitchs Dirigat kann man am besten als “bildhaft” beschreiben, seine Interpretationen evozieren die Tänzer vor dem geistigen Auge. Die Wärme, Dynamik und Direktheit des 1954er Monoklangs (produziert hatte die Aufnahmen der legendäre Walter Legge) begeistern; das Booklet (je nach Ausgabe damals zwischen 8 und 24 Seiten lang) wurde für diese Neuausgabe auf 32 Seiten erweitert. Fraglos bald ein Sammlerstück… (1954/2022)