Frank Zappa

Hot Rats

Label/AN:  Zappa Records, ZR38411
Format:  LP 180g

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Rezension

“Lumpy Gravy”, das eigentlich erste Zappa-Soloalbum, war ein Experiment, das mehr mit Neuer Musik denn mit Rock zu tun hatte. “Hot Rats” ist Jazz Rock. Ganz anderer allerdings als der, den Miles Davis gerade entwickelt hatte, erst recht ganz anderer als der von Rock-Kollegen von Chicago bis The Flock. Das Besondere an Zappas Ansatz: Die Virtuosität und Improvisationslust des Jazz mit dem Dreck ursprünglicher Rockmusik zu verbinden. Beispielhaft ausgeführt im knapp zehnminütigen Blues-Jam “Willie The Pimp” mit einem röhrend-röchelnden Captain Beefheart als Gastsänger. Überhaupt, die Musiker: Die Geiger Sugar Cane Harris und Jean-Luc Ponty wechseln sich ab; Shuggy Otis spielt Bass auf “Peaches En Regalia”, auf den anderen Tracks Session-As Max Bennett; Little Feats Lowell George spielt irgendwo Gitarre (ist aber auf dem Cover nicht genannt); Drummer John Guerin war ein Jahr zuvor noch auf Thelonious Monks “Monk’s Blues” zu hören, Kollege Paul Humphrey war ebenfalls ein Jazz-Veteran. Und natürlich der geniale Multiinstrumentalist Ian Underwood! Mastermind Zappa sorgte dafür, daß dieses Ausnahmeensemble nicht ausfranste und stellte neben die drei langen Jam-Nummern auch drei kürzere, die Zappas musikalische Vision in beeindruckend eloquenter Form auf den Punkt bringen (vor allem “Peaches…” und “Little Umbrella”!). Ein Klang-Abenteuer, heute nicht weniger spannend als vor (Schluck!) bald 50 Jahren. (1969/2016)