Rezension
Erstmals konnte man die Sängerin 2013 mit einer vier Song-EP hören – leider nur als DSD-Download, drei Jahres später endlich präsentierte das Label Yaminas erstes physisches Album, ein märchenhaftes Wunderwerk zwischen Folk, Jazz und Kammermusik, instrumentiert mit Klavier (spielt sie selbst!), Kontrabass, Cello, siebensaitiger Gitarre, Saxophon / Bassklarinette und dezenter Percussion. Das Adjektiv märchenhaft kann man übrigens durchaus wörtlich nehmen: Yamina vertont hier anhand von zwölf Songs Hans Christian Andersens Märchen von der kleinen Meerjungfrau – und mischt dabei eigene Songs und thematisch passende Standards (u.a. den Titelsong, "My Foolish Heart", "Wild Is The Wind" oder Luíz Bonfas "Gentle Rain"). Aufgenommen wurde live auf kleiner Club-Bühne (ohne Publikum!), was zur außerordentlichen Intimität und Natürlichkeit dieses Albums zusätzlich beiträgt. Es blieb leider bislang ihr einziges, denn die vielseitig interessierte Künstlerin widmete sich anschließend wieder einer anderen Leidenschaft: Dem Freediving – kaum überraschend angesichts der Albumthematik! (2016, Pressung aktuell)






