Rezension
Devendra Banhart ist ein Teil dieses Trios, da hat man also schon mal eine ungefähre Ahnung, die Begriffe "hippiesk" und "weird" stellen sich direkt ein. Noah Georgeson (der unter anderem Joanna Newsoms Debütalbum produzierte) arbeitet schon lange mit Banhart zusammen, ist also keine echte Überraschung. Georgeson aber holte einen Jugendfreund dazu: Gyan Riley, Sohn des Minimal Music-Pioniers Terry, ein ausgezeichneter Gitarrist, der nicht nur mit seinem Vater arbeitete, sondern (neben verschiedenen Musikern aus dem John Zorn-Umfeld) auch mit Kollegen wie Julian Lage, Lee Ranaldo, Bill Frisell oder Nels Cline; in letzter Zeit war er vor allem mit der Ausnahmesängerin Arooj Aftab zu hören. Eine spannende Kombination also. Die drei gingen ins Studio und ließen die Ideen fließen, ein Konzept gab es vorher kaum. Was dabei entstand, ist erwartungsgemäß schwer kategorisierbar, hat mit (Freak) Folk ebenso zu tun wie mit Minimal Music, mit Psychedelia und nicht zuletzt mit Jazz. Gesang gibt es nur auf einem der elf Tracks, man vermißt ihn aber nicht. Es ist Musik, die einen durchaus einlullenden, dabei ebenso umarmenden wie hypnotischen Charakter hat – die aber doch voller interessanter Details und Wendungen steckt, die das Wegdämmern verhindern. Hat definitiv Potential zur heimlichen Lieblingsplatte… (2026)






