Rezension
Neben einigen 7"s u.a. für King Records und Volt hatte Kirkland sich vor allem in der Band von John Lee Hooker ausgezeichnet – eine der denkbar härtesten Schulen, denn dessen Timing war bekanntlich, vorsichtig formuliert, eigenwillig: Mitzählen war zwecklos, man mußte Hookers Wendungen vorausahnen, und das konnten nur Musiker, die den Blues so verstanden hatten wie er. Kirkland konnte. 1964 nahm er für das Prestige-Sublabel Tru-Sound sein Albumdebüt auf, das leider immer ein Geheimtipp unter den Klassikern des elektrischen Blues der Ära blieb. Wobei sich Kirkland nicht nur als kantiger Charakter-Gitarrist zeigte, sondern auch (was er in Hookers Band natürlich gar nicht hatte zeigen können) als charismatischer Blues-Shouter. Die fabelhafte Band im Rücken ist übrigens die von King Curtis…! – Erstmals auf HQ-Vinyl, gemastert von Matthew Lutthans. (1964/2026)






