Vikingur Ólafsson

Johann Sebastian Bach

Label/AN:  Deutsche Grammophon, 4835023
Format:  2 LP 180g

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Rezension

Von Philip Glass zu Johann Sebastian Bach: Für den Isländer ein logischer Schritt, denn in ihrer Klangästhetik sind der Minimalist Glass und der (im harmonischen Sinne) Maximalist Bach in seinen Augen eng verwandt. Wer sein zweites Album für die Deutsche Grammophon hört, wird ihm Recht geben. Bewußt hat Ólafsson keinen Werkzyklus ausgewählt, dem Album schlicht den Namen des Komponisten gegeben und ein außergewöhnliches Bach- Programm zusammengestellt, bestehend aus Original-Klavierkompositionen und ausgewählten Transkriptionen von Meistern wie Busoni, Rachmaninoff, Kempff – und einmal sogar ihm selbst. Dabei entsteht ein außergewöhnliches Bach-Bild, bemerkenswert facettenreich und doch von erschütternder Klarheit. Und voller Momente, die man nur als ehrfurchtsvoll bezeichnen kann. Einer der intensivsten ist wohl die Aufnahme der Busoni-Bearbeitung des Choral-Vorspiels “Nun komm der Heiden Heiland”: Man wagt sich kaum zu rühren während dieser fünf Minuten. (2018)