Rezension
Zwischen 2011 und 2017 waren immerhin drei Studioalben der Band um die Brüder Andrew und Brad Barr erschienen, seit 2019 gab es kaum noch Lebenszeichen von den Kanadiern. Doch nun sind sie mit einem sehr starken Indie Folk-Werk zurück. "Let It Hiss", "Lass es rauschen" heißt es nicht von ungefähr: Es geht hier oft um Unzulänglichkeiten, Widrigkeiten, das tägliche Chaos, mit dem man konfrontiert ist, und das einen im Extremfall aus der Bahn werfen kann. Die Barrs haben es in ihrem Leben akzeptiert, und wenn man diesen Songs immer mal wieder den Sand im Getriebe anhört, dann ist das durchaus beabsichtigt. Das Rauschen und Knirschen gehört eben zum Leben. Und im Zweifelsfall muß man sich den Frust auch einfach mal von der Seele spielen – so wie in der kathartischen Schlußnummer "Upsetter" mit einem wundervoll marodierenden Gitarrensolo, das man dieser Band nie und nimmer zugetraut hätte! (2025)






