Rezension
Mit Unterstützung von The Nationals Aaron Dessner inszeniert Kevin Morby seine Songwriter-Americana hier ansprechender denn je; man denkt an den klassischen akustischen Neil Young, an Tom Pettys "Wildflowers" – und im epischen "100.000" auch mal an Wilco. In persona begegnet man u.a. Justin Vernon, Katie Gavin, Meg Duffy, Tim Carr oder Lucinda Williams. Das Album, es mag erstaunen, ist eine (durchaus reflektierte) Liebeserklärung an den Mittleren Westen, den "bible belt" – Trump-Kernland also. Morbys Tonfall ist dabei ein ausnehmend zärtlicher; hier will einer nicht spalten, sondern versöhnen. Man wünscht ihm, daß er wenigstens ein paar Seelen erreicht. Für die, die er mit seinen sanften, melodischen Songs schon längst überzeugt hat, ist dies immerhin sein vermutlich schönstes Album bislang. (2026)






