Rezension
Statt eines großen Orchesters nur ein Streichtrio, dafür aber eine extrem tighte Band, die den Soul-Anteil in der Musik des Londoners (der ja sonst vor allem gern mit Scott Walker verglichen wird) herausstellt. Amsterdam ist schon lange Jeremiahs zweite Heimat, er lebt mehrere Monate im Jahr dort und konnte in den Niederlanden seine ersten meßbaren Erfolge als Singer/Songwriter feiern. Insofern waren die zwei ausverkauften Abende im ehrwürdigen Carré-Theater an der Amstel so etwas wie ein Heimspiel, und Jeremiah fühlt sich auch hörbar wohl auf der Bühne. Die Setlist wird aus der gesamten, 2011 mit "A Solitary Man" begonnenen Diskographie gespeist; die Performance ist denkbar intensiv – ein besseres erstes Live-Album hätte man sich von diesem großartigen Sänger kaum wünschen können! (2026)




