Rezension
Eine echte Jam Band ist natürlich am besten live zu goutieren. Weswegen nach nur zwei Studio-LPs auch bereits ein Live-Doppelalbum folgt. Das Konzept des mit u.a. Sängerin Jesse Sykes, Mark Karan (bekannt von diversen Post-Grateful Dead-Projekten), Victor Krummenacher (Camper Van Beethoven, Cracker) und Drummer Michael Jerome (John Cale, Richard Thompson) stellar besetzten Dave Alvin-Projektes war ja inspiriert von Miles Davis‘ „Bitches Brew“ (in bezug auf die Vorgehensweise, nicht musikalisch): Ein Tempo und ein Thema vorgeben, dann einfach spielen und sehen, was passiert. Wichtig: Kein Song sollte beim zweiten Mal so klingen wie beim ersten Mal, keine Coverversion so wie das Original. Wie wunderbar das klappt, kann man hier nun etwa in herrlich fließenden Versionen von u.a. dem Butterfiled Blues Band-Klassiker „East West“, „Groovin‘ Is Easy“ (The Electric Flag), Fred Neils „A Little Bit Of Rain“ oder Dead-Repertoire („Morning Dew“, „Dark Star“) erfahren. Hier hätte man auch eine 4- oder 5-LP-Box gerne genommen…! (2025)