Rezension
Mit dem 2025er Album "Look Up" war Ringo eines der besten Alben seiner Solo-Diskographie gelungen. Und da der heute 85jährige sich in dem da gewählten Idiom (Country) schon immer wohlfühlte, spricht einiges dafür, jenes ebenso beizubehalten wie den Partner, mit dem das Werk entstand: T-Burne Burnett. Und es funktioniert auch ein zweites Mal – wobei das stilistische Fenster etwas weiter geöffnet wurde: Country als Basis, zu der auch immer wieder zurückgekehrt wird, Ausflüge in Richtung Blues oder Pop ("Choose Love" zitiert ganz gezielt die glorreiche Beatles-Vergangenheit) sind aber ausdrücklich erlaubt. Selbstverständlich ist die Besetzung wieder vom Feinsten: Neben Burnett selbst zählen etwa David Mansfield, Patrick Warren, Paul Franklin und Dennis Crouch zur Kernband; dazu kommen Gastauftritte von Molly Tuttle, Billy Strings, St. Vincent und Sheryl Crow. Die sich alle von Ringos entspannter Aura mittragen lassen: Aufregende Alben hat Ringo nie gemacht, aber seine besten haben diesen sehr sympathischen Flow, gegen den man sich kaum wehren kann. Auch dieses darf man dazu zählen. (2026)






