Rezension
Mit „What A Wonderful World“ fand sich der Jazzpionier aus einer anderen Epoche unvermittelt auf Platz eins der britischen Popcharts wieder. Er bedankte sich mit einem Besuch im Vereinigten Königreich, dokumentiert durch diesen viel zu lange im Archiv schlummernden Live-Mitschnitt – der tatsächlich nicht nur zu den letzten in hifideler Klangqualität dokumentierten Auftritten seiner All Stars zählt, sondern auch zu den besten: Mit dem Begriff „Entertainer-Qualitäten“ ist das, was man hier erlebt, nicht annähernd umrissen. Es ist reine Lebensfreude, die Armstrong hier transportiert. Daß die Jazz-Welt sich längst um ganz andere Köpfe drehte: geschenkt. Hier kann man sehr gut nachvollziehen, warum die jüngeren Kollegen ihn für unangreifbar hielten. (2024)