Rezension
Selbst die so oft gehörte "Moldau" erlebt man neu in dieser phänomenalen Aufnahme, deren Rang man schon nach wenigen Takten des "Vysehrad"-Satzes erkennt. Petr Popelka begann seine professionelle musikalische Karriere mit zarten 19 als Kontrabassist in eben dem Orchester, dem er hier nun vorsteht; seine Dirigenten-Laufbahn begann der heute 40jährige erst später, doch seit einigen Jahren zählt er zu den Pult-Talenten, von denen man noch Großes erwarten darf. Spätestens seit dieser Aufnahme des Vaterlands (erschienen im Rahmen einer CD-Box mit weiteren Smetana-Werken bereits 2024) kann man sich dessen sicher sein! Mit sehr subtilen (daher niemals affektiert wirkenden) Dynamik- und Tempo-Verschiebungen erreicht Popelka eine anhaltende Spannung – bei einer stupenden Transparenz: Der vielgespielte Repertoireklassiker mutet an wie nach einer Hochdruck-Reinigung, die den Staub auch aus den tiefsten Poren gespült hat. Die Menge an bislang kaum beachteten Details ist – in jedem der sechs Teile des Zyklus' – verblüffend… (2026, rec. 2024)






