Toro Y Moi

Mahal

Label/AN:  Dead Oceans, DOC300LP
Format:  LP

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Rezension

Die Diskographie des Chaz Bear bleibt so spannend wie unkalkulierbar. Nach einigen überwiegend elektronischen Alben hat der stets experimentierfreudige Musiker nun analoge Instrumente wiederentdeckt und schließt Club-Sounds und Indie Rock-Ästhetik kurz, wie man es bei ihm zuletzt 2013 auf “What For?” erlebt hat, und natürlich klingt es diesmal wieder ganz anders. Im Opener “The Medium” steuert Ruban Nielson (Unknown Mortal Orchestra) eine funkig-psychedelische Gitarre bei, das folgende “Goes By So Fast” prägt das jazzige Saxophon von Martin Perna. Die meisten Instrumente spielt Bear freilich selbst (gibt es eins, das er nicht beherrscht?). Man kann sich nur wundern, wie es ihm gelingt, bei der Stilvielfalt zwischen Alt.Rock, Dance-Grooves, Pop, Jazz und Psychedelia nicht nur den Überblick zu behalten, sondern dem kaleidoskopischen Ganzen auch einen hypnotisch-sanften Flow zu verleihen. Ein surrealer Trip, der trotz aller Merkwürdigkeiten immer irgendwie logisch erscheint und zwar immer wieder überrascht, aber niemals angestrengt oder gar anstrengend wirkt. Vielleicht sein größter Wurf bislang. (2022)