Herbie Hancock

Maiden Voyage

Label/AN:  Blue Note, 3593196
Format:  LP 180g

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Rezension

Die zwei Jahre bei Miles Davis hatten bereits deutliche Spuren hinterlassen (bei seinem Arbeitgeber übrigens auch!), als der Pianist mit Miles’ Rhythmussektion (Ron Carter / Tony Williams), George Coleman und Freddie Hubbard sein vermutlich bestes 60er-Album aufnahm. Die fünf Eigenkompositionen sind außerordentlich spannende Weiterentwicklungen von Cool und Bop; die Protagonisten kommunizieren in unnachahmlicher Weise. Erstaunlich tonal ist die Musik für die Zeit (Free Jazz war ja schon längst geboren!), aber kein bißchen konservativ, sondern neu und fordernd; dabei von für diese Jazz-Ära schon seltener Eleganz: Wäre dies ein klassisches Werk, würde man von einer Tondichtung sprechen. “Maiden Voyage” ist in der Tat eine Art ‘symphonic poem’ für Jazzquintett; beschrieben wird darin die Jungfernfahrt eines Schiffes und die mit einer solchen Fahrt verbundenen Eindrücke (von “Eye Of The Hurricane” bis “Dolphin Dance”). Hancock erwies sich mit diesem Album nicht nur als ein wesentlicher Pianist seiner Generation, sondern vor allem als genialer Komponist mit Sinn für große Zusammenhänge. – Wie alle Reissues der “Classic Series” von Kevin Gray vom analogen Ur-Band gemastert! (1965/2021)