Rezension
Bei so ziemlich jedem anderen würde diese hochkomplexe und -virtuose Mischung aus Fusion Jazz, Prog Rock und armenischem Folk vermutlich ausgesprochen anstrengend und verkopft klingen. Aber dem Pianisten und Keyboarder gelingt es abermals, dieser Extrem-Musik nachgerade Schwerelosigkeit zu verleihen – obwohl die verschiedenen beteiligten Rhythmus-Sektionen (das Album entstand in fünf verschiedenen Studios in ebensovielen Ländern und entsprechend unterschiedlichen Besetzungen) zum Teil mit wirklich harten, manchmal gar schwermetallischen Riffs hantieren. Doch Hamasyans Spiel verleiht dieser Hommage an seine Heimat immer wieder eine flirrend-leichte Atmosphäre, eine echte Quadratur des Kreises. Und schickt dabei wie aus dem Handgelenk regelmäßig Grußkarten an die Wegbereiter seiner musikalischen Vision, von Franz Zappa und Robert Fripp bis Maynard James Keenan. (2026)




