Rezension
Natürlich ist es auch auf dem vierten Dirty Knobs-Album nicht zuletzt das Heartbreakers-Erbe, das hier verwaltet wird (und abermals auf einem Niveau, das den Vergleich mit der einstigen "Mutterband" nicht scheuen muß). Aber der 76jährige Gitarrist sucht sich durchaus seinen eigenen Weg durch das Americana-Territorium. Raubauziger Rock kommt da ebenso zu seinem Recht wie mandolinengeprägter Beinahe-Bluegrass; der Titeltrack ist eine wundervolle Hommage an Brian Wilson. Nicht weniger grandios ist die 60's-Garagan-Psych-Pop-Referenz "Bongo Mania" – mit B-52's-Sängerin Kate Pierson als Partnerin! Andernorts grüßen die Byrds; die UK-Konkurrenz (Stones ebenso wie Beatles) ist auch vertreten. Campbells lange unterschätztes Songwritingtalent steht auf diesem Album in voller Blüte. Vor allem aber hört man, wie er und seine Band (zu der Heartbreakers-Drummer Steve Ferrone nun auch fest zu gehören scheint) die Zeit ihres Lebens haben. Groß! (2026)





