Rezension
Die Brüder Earl und Carl Grubbs hatten als Kinder bzw. frühe Teens tatsächlich Unterricht bei John Coltrane gehabt, denn der bemühte sich damals (erfolgreich) um deren Kusine Naima. Er blieb ein Einfluß; man hört ihn auch auf diesem grandiosen 1975er Album ihrer Band The Visitors, zu der anfangs auch ein junger Stanley Clarke gehört hatte, der dann allerdings bald zu Chick Coreas Return To Forever abwanderte. Die Besetzung dieses vierten und leider letzten Albums der Band kann sich mit nun John Lee am Bass, Pianist Joe Bonner und Drummer Victor Lewis allerdings auch durchaus sehen lassen! In einer vibrierenden Mischung aus Soul-, Deep Jazz und modalem Post Bop werfen sich die Brüder (Earl: Tenor- und Sopran-; Carl: Altsaxophon) die Bälle auf eine Art zu, für die man vermutlich miteinander aufgewachsen sein muß. (Unterricht bei Trane schadet aber vermutlich auch nicht.) – Die Neuausgabe dieser Perle aus dem Muse-Katalog wurde von Kevin Gray gemastert. (1976/2026)






