Rezension
Auf ihrem vierten Album, produziert von John James Tourville von den fabelhaften Deslondes, gelingt es der in Nashville lebenden Kalifornierin, alle ihre musikalischen Vorlieben unter einen Hut zu bringen. Country natürlich zuerst, doch ebenso Southern Rock, Laurel Canyon-Songwriter-Sound, Muscle Shoals-Soul und Psychedelia. Die stilistischen Gewichtungen fließen von Song zu Song, zu Brüchen kommt es nie. Nicht einmal dann, wenn Nenni zwischen ihre eigenen exzellenten Songs (nicht nur der Titelsong ist aus Klassiker-Holz) Cover von Paul Simon oder "Mama" Cass Elliott einstreut. Ein großes Hörvergnügen sind auch die Arrangements, in denen sich Pedal Steel, Rhodes-Piano und soulige Bläser bestens verstehen! Ein Album, auf dem es vielfach um menschliche Fehler geht und mit dem die Songwriterin in der gespaltenen US-Gesellschaft Gemeinsamkeiten betonen will – Das Brückenbauen das gelingt hier inhaltlich wie musikalisch! (2026)






