Rezension
Hauptwerk dieses 1973er Albums der Harfenistin ist das knapp 25minütige "Heterodyne", auf dem Shinozaki vom legendären Experimentalmusiker (und Violinisten!) Takehisa Kosugi (World Music-Freaks vielleicht von den Taj Mahal Travellers oder der Group Ongaku bekannt). Fernöstliche klassische Musik, Ambient und experimentelle Elektronik fließen da ineinander, eine passende Schublade gibt es für diese faszinierende Musik nicht. Shinozaki hatte zeitweise in Julliard studiert, sie war mit Sicherheit bestens darüber im Bilde, was Dorothy Ashby oder Alice Coltrane mit der Harfe anstellten und erweiterte deren Pionierarbeiten um eine japanische Perspektive. Das Album, das umseitig auch eine Komposition des damals 24jährigen Katsuhiro Tsubono für Shinokazi enthält, ist schon lange als Originalpressung kaum noch aufzutreiben; endlich gibt es eine Neuausgabe – labelüblich liebevoll editiert mit neuen Linernotes auf dem Beiblatt und authentischem Obi-Streifen! (1973/2023)






