Rezension
Die Preise, die die kanadische Musikerin seit 2004 verliehen bekam, sind kaum übersehbar, darunter auch (2008) der "Prix d'Europe", einer der höchsten Kulturpreise ihres Heimatlandes. Ohne Frage zählt sie zu den herausragendsten Harfenistinnen in der jüngeren Geschichte des Instruments. Für dieses Album (ihre Diskographie ist bereits recht ansehnlich) tat sie sich mit René Laflammes Edel-Label zusammen. Sie stellte ein repräsentatives Programm aus barockem, romantischem und zeitgenössischem Repertoire zusammen – vielfach eigene Bearbeitungen für ihr Instrument –; aufgenommen wurde in einer Kirche. Der Detailreichtum der Aufnahme dürfte auch die höchsten Erwartungen mehr als erfüllen; und Milots Spiel, man kann es kaum anders sagen, hat etwas Magisches – wobei sie keineswegs die Esoterik-Klischees, die man mit ihrem Instrument verbinden mag, erfüllt: Auch Skeptiker sollten hier zumindest mal ein Ohr riskieren – man staunt! (2025)






