Rezension
Unsere treuen Leser werden sich an das erste, vor ziemlich genau zwei Jahren erschienene Giant Crow-Album auf Cosirecords (hoffentlich) erinnern. Nun sind die Hamburger um Nikolas Kuhl (eindeutig ein Seelenverwandter von David Eugene Edwards!) wieder da, mit ein paar Änderungen: Nikolas' Bruder David spielt Tasteninstrumente oder eine zweite Gitarre, was den Southern Gothic-Sound voller und noch überwältigender macht; er hat das Album auch produziert und abgemischt (und einen hervorragenden Job dabei gemacht) – und mit Bassistin Judith Krischke ist nun auch eine zweite Gesangsstimme dabei, was gerne noch ausgebaut werden darf – ihre gemeinsamen Momente mit Kuhl sind besondere Höhepunkte des Albums! Der Wechsel von leise und laut, von einsamen Banjotönen und Maline Zickows Violine zu alles überrollenden Gitarrenwellen von Justin Jardin (der aber auch sehr differenzierte Post Rock-Texturen spinnen kann), mag gelegentlich an Mogwai erinnern, aber das ist erstens kein Nachteil, zweitens hat der Kontrast im Rahmen dieses Dark Country-Kontextes noch einmal eine ganz eigene Färbung. Ein weiteres Juwel im exklusiven Katalog des von Cosima Liwa betriebenen Labels, wie gewohnt tadellos gefertigt und klanglich auf audiophilem Niveau! Wie immer limitiert auf überschaubare 300 Exemplare! (2026)






